Archiv der Kategorie: Gedichte

Lyrik von Maren Schönfeld

Die Waffen nieder! Ein Abend für Bertha von Suttner

Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66, 20099 Hamburg
Donnerstag, 7. Februar 2019, 19 Uhr

Bertha von Suttners Appell, die Waffen schweigen zu lassen, fand lange Zeit großes Gehör in Europa und in Amerika. Ihr Buch, „Die Waffen nieder!“ war das meistgelesene Werk des 19. Jahrhunderts. Ihre Bemühungen um Frieden und Abrüstung und ihre Vorschläge zu einer die nationalen Grenzen überschreitenden Friedensvereinigung wurden 1905 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.
Ein moderner Krieg sei von keiner Seite zu gewinnen, so warnte sie. Doch als sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Staaten Europas in eine Aufrüstungsspirale treiben ließen, wurden Bertha von Suttners Ideen als Ausdruck weiblicher Exaltiertheit verhöhnt. Ein nationalistisch verhetztes Europa bereitete sich auf den Krieg vor. In Zeitläufen, in denen Pazifismus zu einem Schimpfwort wurde, Pazifisten als Vaterlandsverräter galten, verloren sich die Spuren dieser mutigen und kämpferischen Frau.
Und dennoch: Wenn heute das Haager Schiedsgericht angerufen wird, wenn die Genfer Konvention zwischenstaatliche Konflikte zu lösen versucht, so basieren diese Institutionen auf Einrichtungen, zu denen Bertha von Suttner einst den Grundstein legte.
An diesem Abend stellt die Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Susanne Bienwald Bertha von Suttners Persönlichkeit, ihre Biografie und ihre Friedensbotschaft vor. Die Lyrikerin Maren Schönfeld, Organisatorin von musikalisch-literarischen Veranstaltungen zur Friedensdekade, rezitiert ihre zeitgenössischen Gedichte zum Thema Krieg und Frieden.

Eintritt frei, Spende erbeten

Grüne Pässe

An der Felsschulter nahe 
dem Gipfelkreuz stehen 
im Wolkenflug unsichtbar 

Traumloses Grün in dünner 
Luft streckt sich ins 
Gelb des Himmels  

Alte Fichten verströmen
Düfte zapfenumkränzt
lehnen: Stirn an Borke 

Weiße Pässe zwischen
Land und Luft in Schluchten 
kühl ruht die Stille 

 

(aus meinem Gedichtband Die Peripherie des Lichts, Wiesenburg Verlag, 2014)

Dieses Gedicht gehört, wie viele aus diesem Buch, zu meinen „Gedichten der Stille“. Stille und Rückzug sind für mich sehr wichtig. In der Stille komme ich selbst zur Ruhe, habe Raum zum Schreiben und für neue Ideen.

Eine lyrische Elbreise am 11.10. in Hamburg-Eimsbüttel

Um 16 Uhr im Chaussee-Café erwartet Sie und Euch Lyrik und Kurzprosa aus meinem aktuellen Buch „Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise“. Dazu gebe ich Einblicke in meine Inspiration und Arbeitsweise, erzähle aus den Hintergründen zur Entstehung des Buchs.

Die Buchvorstellung organisiert die Hamburger Autorenvereinigung.

Hier gibt es weitere Informationen: Veranstaltungsseite der Hamburger Autorenvereinigung

Lange Nacht der Literatur: Haiku trifft Gott

Wie lernt der Schüler Hasenzahn bei seinem Meister Tasse Tee das Haiku-Schreiben? Was ist eigentlich ein Haiku? Kann ich das auch?

Klar! Sie hören eine kurze Impulslesung, begleitet von Live-Musik mit E-Bass und Piano. Anschließend bekommen Sie eine Kurzanleitung und lassen sich, inspiriert von der Ausstellung von Tanja Gott, auf das Schreiben ein. Ihr Haiku kann direkt am Wettbewerb teilnehmen!

Stefan Wolfschütz von der Deutschen Haiku-Gesellschaft wird eine kurze Passage aus “Voller Mond” von David G. Lanoue lesen, der Geschichte von Hasenzahn. Dieser Schüler lernt bei dem prominenten Lehrer Issa, übersetzt Tasse Tee, das Haiku-Schreiben. Issa hat es wirklich gegeben, er ist einer der populärsten Haiku-Schreiber Japans. Jennifer Hymer, Steven Tanoto (Piano, Toy-Piano) und Wolfgang CG Schönfeld (E-Bass) werden musikalisch auf das Haiku einstimmen. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten und findet jeweils zur vollen Stunde statt, von 20 bis 24 Uhr. Dann gibt es von Maren Schönfeld eine kurze Anleitung und damit können Sie loslegen! Die Bilder von Tanja Gott in der Ausstellung “Innehalten” sind eine wunderbare Inspiration.

Die Deutsche Haiku-Gesellschaft richtet einen Büchertisch aus, Ihr Haiku kann an einem Wettbewerb teilnehmen, Sie können Sachpreise (Bücher, Kalender etc.) rund um das Thema Haiku gewinnen.

Über Tanja Gotts Ausstellung: Als Malerin und als Frau eine Bilanz zu ziehen ist das Ziel dieser Ausstellung mit großformatigen Gemälden. Farbenprächtige Muster, surreale Bildwelten und außergewöhnliche Materialien wie Filz, Bienenwachs, Feuer, Glitzer und Gold verwendet Tanja Gott bei ihrer Arbeit. Dazu sagt sie: „In mir hat sich ein neuer Weg zu Bildern eröffnet, den ich assoziativ beschreite. Es geht um weibliche Ermächtigung und Schöpferkraft, Emotionen und zu integrierende Schatten. Die teilweise von mystischen Fabelwesen und Archetypen bevölkerten Bilder sind der Spiegel meiner gewonnenen und verlorenen Schlachten und meiner Sehnsüchte.“

Wer nicht schreiben will, genießt einfach das Programm!

Dieses einzigartige Event ist eine dreifache Premiere: Erstmals wirken die GEDOK und die Deutsche Haiku-Gesellschaft zusammen und erstmals sind beide bei der Langen Nacht der Literatur dabei. Mitten drin in der Langen Reihe 75/Koppel 66 ist das Kunstforum der GEDOK mit dieser Veranstaltung auch ein guter Ausgangspunkt, um weiterzuziehen oder nach einer anderen Veranstaltung zu uns zu kommen.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

Wann: 1. September 2018 um 20, 21, 22, 23 und 24 Uhr
Wo: Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75
www.gedok-hamburg.de

 

 

Nachlese Leipzig

Das war sie schon wieder, die Buchmesse!

Samstag hatten wir einen Tag im Hotel, während draußen der Schnee rieselte, rieselte, rieselte … nachmittags rutschten wir mit zwei Bassgitarren, Verstärker, Geräten, Kabeln und Koffer mit Büchern und CDs im Gepäck mit dem Auto zum Gohliser Schlösschen.

Zunächst stellte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik unter der Leitung von Ralph Grüneberger die aktuellen Exemplare „Steinbrech“ und „Vom Glück“ der Lyrikzeitschrift „Poesiealbum neu vor. Es lasen mit mir Patricia Falkenburg, Heidrun Stödtler, Joachim Gräber und Andreas Reimann, der mit dem Poesiealbum neu-Lyrikpreis ausgezeichnet wurde (s. geteilten Beitrag vom 18.3.18). Wolfgang CG Schönfeld spielte seine Kompositionen und improvisierte am Solo-Bass.

Um 21 Uhr schloss der Leseabend mit der traditionellen Wiesenburg-Lesung, die von Susanne Leiste-Bruhn und ihrem neuen Buch „Seezeichen“ und von mir gestaltet wurde. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse, einem gesperrten Hauptbahnhof und nicht mehr fahrenden Bahnen hatten sich einige interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer eingefunden und für eine angenehme und positive Atmosphäre gesorgt.

(Fotos: Wolfgang Schönfeld)

Es waren schöne Tage, vielen Dank an alle Mitwirkenden und ganz besonders an den Wiesenburg Verlag!

Tag 2 in Leipzig

Wir sind komplett eingeschneit! Und es rieselt und rieselt unermüdlich weiter …

Tag 2 auf der Messe war irrsinnig voll, aber ich habe trotzdem meine Runden durch die Hallen 2 und 4 geschafft und ein gutes Gespräch mit dem Gabal-Verlag über mein Sachbuchmanuskript geführt.

Beim elbaol verlag habe ich sogar ein Buch gewonnen! Und wurde von Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-Uwe Becker mit Mineralwasser versorgt.

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Tag 1 Leipziger Buchmesse

Wie schön, wieder mal hier zu sein!

Heute habe ich als erstes die Hallen 3 und 5 besucht und den ersten Teil meines Laufplans abgearbeitet.

Natürlich galt mein erster Besuch dem Wiesenburg Verlag und meinem neuen Buch „Töne, metallen, trägt der Fluss“. Große Wiedersehensfreude mit Thomas und Werner Schmid! Ebenfalls Wiedersehensfreude gab es bei Franz Westner vom Salon Literaturverlag, der auch ganz außergewöhnlich schöne Lyrikbände in einem außergewöhnlichen Format präsentiert, aber auch Romane und andere Titel im Programm hat.

Beim Echter-Verlag war keine Lyrik ausgestellt und so konnte ich nicht schauen, ob meine Engel-Gedichte aktuell ins Programm passen. Leider war auch kein Verlagsmitarbeiter dort, aber ein anderer Herr vom christlichen Gemeinschaftsstand schenkte mir zum Trost ein TeDeum und ein Jacobsweg-Pilgernotizbuch. Danke!

Für die weitere Poesie streifte ich durch die Gänge mit weiteren kleineren Verlagen, besuchte den Poetenladen und kaufte die aktuelle „Poetin“.

BoD war wie immer gut besucht und ich wurde sehr freundlich darüber beraten, wie ich aus meinem ersten Lyrikband „mit einem Rosendorn“, 2005 als Taschenbuch erschienen, ein Hardcover machen kann. Dazu bekam ich noch ein Notizbuch geschenkt. Also auch herzlichen Dank an Books on Demand!

Beim Kelter Verlag habe ich zum zweiten Mal „meine“ Redakteurin nicht getroffen, aber jetzt habe ich eine Einladung für Hamburg! Danke also an das Verlagsteam, ich komme bestimmt demnächst einmal vorbei und löse die Einladung zum Kaffee ein.

„Wir machen Druck“ vergab großzügig Taschen mit Goodies und tatsächlich gibt es dort interessante Angebote für Werbematerial wie Postkarten. Immer interessant für mich,  weil ich an eine neue Edition Lyrikpostkarten mit meinen Gedichten denke. Geht mal vorbei dort, es gibt neben einer Dose Apfelschorle (die man wirklich gut gebrauchen kann in der trockenen Messeluft!) einen Flyer, ein Lesezeichen, den Klebezettelblock „analoger USB-Stick“ und eine frischgrüne große Tüte, die mir heute sehr gute Dienste geleistet hat … Vielen Dank!

Beim „Selfpublisher“ habe ich gleich ein reduziertes Jahresabo bestellt und das aktuelle Exemplar mitbekommen. Herumstreifend entdeckte ich den Scribo-Verlag, der ansprechende kleine quadratische Büchlein herstellt, die sich sowohl für Kurzprosa als auch für Gedichte eignen. Einmalig sind auch kleine Lesemagnete, an denen ich nicht vorbei kam, ohne zwei zu kaufen (als Lesezeichen).

Habe ich beim „Verlag für die Frau“ einen Heimvorteil als weibliches Wesen? Nö! Der Name ist uralt, es sind auch männliche Autoren willkommen – trotzdem ist der Verlag bereit, mein Manuskript „Mit Handicap zum Erfolg“ anzuschauen.

Und natürlich war ich bei der Arno Schmidt-Stiftung und las ein paar Zeilen aus Zettels Traum …

Alles in allem ein erfolgreicher, spannender und fröhlicher Tag, den ich mit meinem Brixener Lyrikfreund Gontran Peer bei einem anständigen Kuchenbüfett beschloss.

Morgen geht es noch mal los in Hallen 2 und 4 und natürlich einmal durch die Glashalle.