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Buch „Wenn du Schmerzen hast, gehe langsam“

Die erste öffentliche Buchvorstellung auf der Offenen Lesebühne in Hamburg West war ein großer Erfolg. Es gab viel positives Feedback und ich habe einige Bücher verkauft.

Die Facebook-Seite hat die 5000er-Marke geknackt und ich bin sehr angenehm überrascht über die vielen Reaktionen. Das Buch gebe Einblick in den Alltag mit chronischen Schmerzen und wecke Verständnis, wurde mir gesagt. Auch, dass man sich als Erkrankte nicht schuldig fühlen muss, ist für einige Leserinnen eine gute Information gewesen.

Meine Anregung, pro Tag drei gute Dinge zu notieren, ist von einigen Leserinnen aufgenommen worden.

Am 12. Juli gibt es die nächste Buchvorstellung, die Daten werde ich rechtzeitig hier einstellen.

Bild trifft Poesie trifft Komposition

Wie arbeiten wir eigentlich?

Logo 2015 (c) Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig
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(c) Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig

Im „Arbeitsdreieck“ von Bild, Komposition (Wolfgang Schönfeld) und Poesie (Maren Schönfeld) gibt es drei Ebenen des Zusammenwirkens. Auf der ersten Ebene entsteht durch die Kombination zweier unabhängig voneinander entstandener Werke ein neues Gesamtwerk. Nahe liegt hier das Zusammenwirken von Lyrik und Musik, wie man es vielerorts erleben kann.

Etwas dichter rücken die Werke zusammen, wenn eines vom anderen inspiriert wurde. Entsteht eine Komposition konkret zu einem Gedicht oder einer lyrischen Kurzprosa, so versucht sie, die Stimmung des Textes einzufangen und zu verstärken. Musik kann den Klang der Lyrik aufnehmen und fortführen; sie kann auch einen Gegenpol bilden. Zu einigen Texten sind Klangcollagen entstanden, die während des Lesens eingespielt werden und dadurch ganz unmittelbar weitere Assoziationen ermöglichen. Andere, längere Kompositionen folgen auf den Vortrag des Textes oder sind ihm vorangestellt. Bild trifft Poesie trifft Komposition weiterlesen

Mit Katharinas Traumkuchen in der guten Bücherstube

Endlich ist der große Tag gekommen: Künstlercafé & Wortwerke in Husum nimmt den Betrieb auf! Mitten in der Altstadt, in der kleinen, pittoresken Straße Neustadt, erwartet uns ein klein scheinendes, altes Haus mit liebevoll dekoriertem Schaufenster. Zwei Steinstufen hoch durch die Eingangstür, Wärme und der Duft gebackenen Kuchens und Kaffees hüllt uns ein und lässt den kalten Nordwind, der uns beim Aussteigen aus dem Auto in Empfang genommen hatte, schnell vergessen sein. Mein erster Blick fällt auf das Kuchenbuffet, auf dem Napoleon und Zar Nicolei in Form von Gebäck vertreten sind. Gleich rechts am ersten Tisch sitzt eine Damenrunde, hinter ihr steht das erste Bücherregal mit Kinder- und Jugendliteratur und – selten genug in einer Buchhandlung – einer Auswahl Kurzgeschichten. Weiter im hinteren Teil des erstaunlich großen Raumes finden wir Plätze an einem der in Holz und Weiß gehaltenen Tische, und ich freue mich besonders über Stühle, auf denen sich sehr gut sitzen lässt. Aber vor dem Kuchen gehen wir doch noch nach oben zum weiteren Buchrepertoire. Hier finden wir vom Liebesroman über Fantasy, Reise- und Segelgeschichten, Sachbüchern und Krimis eine Vielfalt, die sich wohltuend von dem konformen Massenangebot der Buchhandelsketten absetzt. Denn das Konzept Wortwerke von Bianca Bolduan sucht das Sortiment nach literarischer Qualität und Lesespaß aus, und ich finde auch direkt einige Titel, die mich ansprechen. Die Bücher unterscheiden sich auch vom Umfang her von Massenangeboten. Es gibt ungewöhnlich dünne, aber auch sehr dicke Bücher. Hier ist nichts genormt. Wie angenehm, mich jetzt in einen der Cocktailsessel setzen und einfach im Schmökerexemplar loslesen zu können! Glücklicherweise wird gerade einer frei. Eben haben hier noch ein lesender Autor und seine Zuhörer in kleiner Runde gesessen, bald wird es die nächste Runde der heutigen Spontanlesungen geben.  Wenn die Entscheidung zwischen dem Probeschmökern und dem verlockenden Kuchenduft droht, kann ich das Buch einfach mitnehmen und unten am Tisch beim Kaffee weiterlesen. Wir finden einige pfiffige Werbematerialien wie ein Lesezeichen mit Teebeutel, ein kleines Heft als kostenlose Leseprobe oder witzige Postkarten. Zu einem Buch gibt es sogar Kugelschreiber. Hier mögen wir verweilen und freuen uns, dass die Tischgenossen unsere Plätze wacker gegen den zunehmenden Andrang verteidigt haben. Man kommt gleich miteinander ins Gespräch, lobt den wirklich hervorragenden Kuchen oder lässt einfach das Ambiente auf sich wirken. Katharina Jaglewicz hat jeden Winkel, die Tische und Fensterbänke mit großer Zuwendung und Liebe zum Detail dekoriert. Es gibt auch ein Regal mit Speiseölen und Meersalz, außerdem bietet der Laden Kunsthandwerk in Form von Geschenkanhängern und Kunstkarten an.

Es ist viel los, wir haben kaum Gelegenheit zum Gespräch mit den Inhabern, zwei Stunden vergehen wie im Fluge. Den Flammkuchen, der heute gratis serviert wird, schaffen wir mit unseren Kuchenbäuchen nicht mehr. Aber wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch im Künstlercafe & Wortwerke Husum, das nicht grau, sondern bunt und vielfältig daher kommt und eine Bereicherung sein wird – für Schreibende wie Lesende gleichermaßen.

 

Künstlercafé & Wortwerke, Neustadt 18, Husum

https://www.facebook.com/K%C3%BCnstlercafe-Wortwerke-Husum-287008604964344/?fref=nf

http://www.buchhandlungwortwerke.de/

 

 

Wortwerke & Künstlercafé eröffnet in Husum

Eröffnung: Samstag, 14. Mai von 10 – 18 Uhr

Immer mehr kleine, inhabergeführte Buchläden beklagen, dass sie von großen Ladenketten und dem Internetbuchhandel bedrängt werden. Stirbt der Buchhandel aus?, fragen sich viele und fürchten, bald nur noch im Internet Bücher bestellen zu können. Doch jetzt erobert ein neues Konzept den Norden: Bei „Wortwerke“ findet man Bücher von Selfpublishern und kleinen Verlagen, die im örtlichen Buchhandel kaum präsent sind. Die Selfpublisher-Szene boomt, die Buchmessen richten „Selfpublisher-Areas“ ein. Ist nicht die logische Konsequenz, dass auch Läden mit neuem Konzept entstehen?

Es hat in Bad Segeberg begonnen, wo die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Bianca Bolduan in einem alten Haus ein wegweisendes Konzept aus Buchladen, Café, Lese- und Seminarzentrum verwirklicht hat. Die Idee ist so erfolgreich, dass nun die erste Filiale Wortwerke & Künstlercafé, am 14. Mai in Husum eröffnet.

Gemeinsam mit  Katharina Jaglewicz wird das Künstlercafé in der Neustadt 18 mitten in der Husumer Fußgängerzone, in dem sich Kreative auch zu Stammtischen treffen können ins Leben gerufen. Die Verlagsgesellschaft MB Publishing ist mit 50 % Anteilen am Künstlercafe beteiligt und kann nun ihren Autoren auch eine aktive Präsenz im stationären Buchhandel anbieten. Lesungen der in der Buchhandlung vertretenen Autoren gehören zum Konzept, und die Buchtitel, die Wortwerke aufnimmt, werden auch in Bad Segeberg und weiteren Filialen in anderen Städten, die in Kürze eröffnet werden sollen, zum Kauf angeboten.

„Wir wollen dieses einzigartige Konzept nach Husum bringen“, so Jaglewicz „Das Künstlercafé hat 100 Plätze, an denen nach Herzenslust in den Schmökerexemplaren der Buchtitel gelesen werden darf. Dabei können die Gäste sich mit feinen Kuchenspezialitäten und kleinen Bistro-Gerichten verwöhnen lassen.“ Auch ein Hof-Biergarten lädt bei Sonnenschein zum Lesen und Austausch im Freien ein.

Zur Eröffnung am 14. Mai ab 10 Uhr gibt es spontane Kurzlesungen und Autorenvorstellungen. Gäste und Autoren, die ihre Bücher gern von Wortwerke & Künstlercafé anbieten lassen möchten, sind herzlich willkommen.

Wortwerke & Künstlercafé, Neustadt 18, Husum

www.buchhandlungwortwerke.de
www.autor-martin-buehler.de