Archiv der Kategorie: Poesie

Lange Nacht der Literatur: Haiku trifft Gott

Wie lernt der Schüler Hasenzahn bei seinem Meister Tasse Tee das Haiku-Schreiben? Was ist eigentlich ein Haiku? Kann ich das auch?

Klar! Sie hören eine kurze Impulslesung, begleitet von Live-Musik mit E-Bass und Piano. Anschließend bekommen Sie eine Kurzanleitung und lassen sich, inspiriert von der Ausstellung von Tanja Gott, auf das Schreiben ein. Ihr Haiku kann direkt am Wettbewerb teilnehmen!

Stefan Wolfschütz von der Deutschen Haiku-Gesellschaft wird eine kurze Passage aus “Voller Mond” von David G. Lanoue lesen, der Geschichte von Hasenzahn. Dieser Schüler lernt bei dem prominenten Lehrer Issa, übersetzt Tasse Tee, das Haiku-Schreiben. Issa hat es wirklich gegeben, er ist einer der populärsten Haiku-Schreiber Japans. Jennifer Hymer, Steven Tanoto (Piano, Toy-Piano) und Wolfgang CG Schönfeld (E-Bass) werden musikalisch auf das Haiku einstimmen. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten und findet jeweils zur vollen Stunde statt, von 20 bis 24 Uhr. Dann gibt es von Maren Schönfeld eine kurze Anleitung und damit können Sie loslegen! Die Bilder von Tanja Gott in der Ausstellung “Innehalten” sind eine wunderbare Inspiration.

Die Deutsche Haiku-Gesellschaft richtet einen Büchertisch aus, Ihr Haiku kann an einem Wettbewerb teilnehmen, Sie können Sachpreise (Bücher, Kalender etc.) rund um das Thema Haiku gewinnen.

Über Tanja Gotts Ausstellung: Als Malerin und als Frau eine Bilanz zu ziehen ist das Ziel dieser Ausstellung mit großformatigen Gemälden. Farbenprächtige Muster, surreale Bildwelten und außergewöhnliche Materialien wie Filz, Bienenwachs, Feuer, Glitzer und Gold verwendet Tanja Gott bei ihrer Arbeit. Dazu sagt sie: „In mir hat sich ein neuer Weg zu Bildern eröffnet, den ich assoziativ beschreite. Es geht um weibliche Ermächtigung und Schöpferkraft, Emotionen und zu integrierende Schatten. Die teilweise von mystischen Fabelwesen und Archetypen bevölkerten Bilder sind der Spiegel meiner gewonnenen und verlorenen Schlachten und meiner Sehnsüchte.“

Wer nicht schreiben will, genießt einfach das Programm!

Dieses einzigartige Event ist eine dreifache Premiere: Erstmals wirken die GEDOK und die Deutsche Haiku-Gesellschaft zusammen und erstmals sind beide bei der Langen Nacht der Literatur dabei. Mitten drin in der Langen Reihe 75/Koppel 66 ist das Kunstforum der GEDOK mit dieser Veranstaltung auch ein guter Ausgangspunkt, um weiterzuziehen oder nach einer anderen Veranstaltung zu uns zu kommen.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

Wann: 1. September 2018 um 20, 21, 22, 23 und 24 Uhr
Wo: Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75
www.gedok-hamburg.de

 

 

Nachlese Leipzig

Das war sie schon wieder, die Buchmesse!

Samstag hatten wir einen Tag im Hotel, während draußen der Schnee rieselte, rieselte, rieselte … nachmittags rutschten wir mit zwei Bassgitarren, Verstärker, Geräten, Kabeln und Koffer mit Büchern und CDs im Gepäck mit dem Auto zum Gohliser Schlösschen.

Zunächst stellte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik unter der Leitung von Ralph Grüneberger die aktuellen Exemplare „Steinbrech“ und „Vom Glück“ der Lyrikzeitschrift „Poesiealbum neu vor. Es lasen mit mir Patricia Falkenburg, Heidrun Stödtler, Joachim Gräber und Andreas Reimann, der mit dem Poesiealbum neu-Lyrikpreis ausgezeichnet wurde (s. geteilten Beitrag vom 18.3.18). Wolfgang CG Schönfeld spielte seine Kompositionen und improvisierte am Solo-Bass.

Um 21 Uhr schloss der Leseabend mit der traditionellen Wiesenburg-Lesung, die von Susanne Leiste-Bruhn und ihrem neuen Buch „Seezeichen“ und von mir gestaltet wurde. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse, einem gesperrten Hauptbahnhof und nicht mehr fahrenden Bahnen hatten sich einige interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer eingefunden und für eine angenehme und positive Atmosphäre gesorgt.

(Fotos: Wolfgang Schönfeld)

Es waren schöne Tage, vielen Dank an alle Mitwirkenden und ganz besonders an den Wiesenburg Verlag!

Tag 2 in Leipzig

Wir sind komplett eingeschneit! Und es rieselt und rieselt unermüdlich weiter …

Tag 2 auf der Messe war irrsinnig voll, aber ich habe trotzdem meine Runden durch die Hallen 2 und 4 geschafft und ein gutes Gespräch mit dem Gabal-Verlag über mein Sachbuchmanuskript geführt.

Beim elbaol verlag habe ich sogar ein Buch gewonnen! Und wurde von Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-Uwe Becker mit Mineralwasser versorgt.

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Tag 1 Leipziger Buchmesse

Wie schön, wieder mal hier zu sein!

Heute habe ich als erstes die Hallen 3 und 5 besucht und den ersten Teil meines Laufplans abgearbeitet.

Natürlich galt mein erster Besuch dem Wiesenburg Verlag und meinem neuen Buch „Töne, metallen, trägt der Fluss“. Große Wiedersehensfreude mit Thomas und Werner Schmid! Ebenfalls Wiedersehensfreude gab es bei Franz Westner vom Salon Literaturverlag, der auch ganz außergewöhnlich schöne Lyrikbände in einem außergewöhnlichen Format präsentiert, aber auch Romane und andere Titel im Programm hat.

Beim Echter-Verlag war keine Lyrik ausgestellt und so konnte ich nicht schauen, ob meine Engel-Gedichte aktuell ins Programm passen. Leider war auch kein Verlagsmitarbeiter dort, aber ein anderer Herr vom christlichen Gemeinschaftsstand schenkte mir zum Trost ein TeDeum und ein Jacobsweg-Pilgernotizbuch. Danke!

Für die weitere Poesie streifte ich durch die Gänge mit weiteren kleineren Verlagen, besuchte den Poetenladen und kaufte die aktuelle „Poetin“.

BoD war wie immer gut besucht und ich wurde sehr freundlich darüber beraten, wie ich aus meinem ersten Lyrikband „mit einem Rosendorn“, 2005 als Taschenbuch erschienen, ein Hardcover machen kann. Dazu bekam ich noch ein Notizbuch geschenkt. Also auch herzlichen Dank an Books on Demand!

Beim Kelter Verlag habe ich zum zweiten Mal „meine“ Redakteurin nicht getroffen, aber jetzt habe ich eine Einladung für Hamburg! Danke also an das Verlagsteam, ich komme bestimmt demnächst einmal vorbei und löse die Einladung zum Kaffee ein.

„Wir machen Druck“ vergab großzügig Taschen mit Goodies und tatsächlich gibt es dort interessante Angebote für Werbematerial wie Postkarten. Immer interessant für mich,  weil ich an eine neue Edition Lyrikpostkarten mit meinen Gedichten denke. Geht mal vorbei dort, es gibt neben einer Dose Apfelschorle (die man wirklich gut gebrauchen kann in der trockenen Messeluft!) einen Flyer, ein Lesezeichen, den Klebezettelblock „analoger USB-Stick“ und eine frischgrüne große Tüte, die mir heute sehr gute Dienste geleistet hat … Vielen Dank!

Beim „Selfpublisher“ habe ich gleich ein reduziertes Jahresabo bestellt und das aktuelle Exemplar mitbekommen. Herumstreifend entdeckte ich den Scribo-Verlag, der ansprechende kleine quadratische Büchlein herstellt, die sich sowohl für Kurzprosa als auch für Gedichte eignen. Einmalig sind auch kleine Lesemagnete, an denen ich nicht vorbei kam, ohne zwei zu kaufen (als Lesezeichen).

Habe ich beim „Verlag für die Frau“ einen Heimvorteil als weibliches Wesen? Nö! Der Name ist uralt, es sind auch männliche Autoren willkommen – trotzdem ist der Verlag bereit, mein Manuskript „Mit Handicap zum Erfolg“ anzuschauen.

Und natürlich war ich bei der Arno Schmidt-Stiftung und las ein paar Zeilen aus Zettels Traum …

Alles in allem ein erfolgreicher, spannender und fröhlicher Tag, den ich mit meinem Brixener Lyrikfreund Gontran Peer bei einem anständigen Kuchenbüfett beschloss.

Morgen geht es noch mal los in Hallen 2 und 4 und natürlich einmal durch die Glashalle.

Endlich da: mein neues Buch!

Hamburg – die Reise beginnt in der Stadt und zwischen den Zeiten. Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit steht dem heutigen urbanen Leben gegenüber. Die Stadt ist eine von Menschen gemachte Welt und dementsprechend dominiert der Mensch hier die Natur.

Der Fluss ist der Weg, den die weitere Reise nimmt. Impressionen des Hafens, des Elbparks und das Lichterwerden der Uferbebauung am Rande der Stadt spiegelt sich in Gedichten wider. Die Natur hat mehr Raum und tritt deutlicher ins Bewusstsein.

Das Meer, der Sehnsuchtsort, ist das Ziel. Frei und leicht am Strand, unbegrenzter Blick, Macht und Kraft der See rücken die Verhältnisse zurecht und erinnern daran, dass die Schöpfung größer ist als der Mensch.

Das Buch kann man von vorwärts und rückwärts lesen, je nachdem, ob man in der Stadt oder am Meer anfangen möchte.

 

Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise
Wiesenburg Verlag, Schweinfurt, 2018 (offizieller Erscheinungstermin: 1. März 2018)
Hardcover, 84 Seiten, € 14,90
Coverbild: Wolfgang Schönfeld, Ausschnitt aus dem Gemälde „Köhlbrand 1“

Signierte Ausgabe bei mir bestellbar, ich schicke das Buch portofrei zu.

Weihnachten 2017

Mit gemischten Gefühlen sehe ich die Brennpunkte der Welt und dennoch geht es auf Weihnachten zu. Wir sollten uns nicht von verrückten und extremen Staatsoberhäuptern, egozentrischen Politikern oder irgendwelchen Terroristen – egal welcher Ausrichtung – von unseren guten Traditionen abbringen lassen. In diesem Sinne grüße ich Sie und Euch, liebe Leserinnen und Leser, wie in jedem Jahr mit einem meiner Gedichte und wünsche Ihnen besinnliche Festtage.

 

Foto: Maren Schönfeld

Oben und unten

Stünden nicht Häuser
die zeigen wo oben und
unten ist           wir verlören uns
im alles verschlingenden

Pulver        tanzt aufwärts abwärts
Teilchen versuchen den Wind

bald hat das Zerfallen alles
überpudert dann
treten wir die Wolken aus

 

 

(aus: Maren Schönfeld: „Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise“, Wiesenburg Verlag, Schweinfurt, erscheint 2018)

Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet

Wie in jedem November wurde auch dieses Jahr die ökumenische Friedensdekade begangen. An vielen Orten gab es Andachten, Gottesdienste und weitere Veranstaltungen zum Thema „Streit!“. Mit dem Friedensdekade-Team, das in diesem Jahr aus Wolfgang CG Schönfeld (Komposition, Bassgitarre), Heike Suzanne Hartmann-Heesch (Erzählungen), Sibylle Hoffmann, Detlev H. G. König und mir (alle Lyrik) bestand, spielte ich in der St. Petri-Kirche Hamburg-Altona und in der Kirche Bethanienhöfe. Wir beleuchteten das Thema aus privater und politischer Perspektive. Heike Suzanne Hartmann-Heesch behandelt den Verlust eines erwachsenen Kindes, das sich mit der Mutter zuletzt im Streit getrennt hatte. Sie las eine weitere Erzählung, in der es um Unausgesprochenes und Unverstandenes in einer Paarbeziehung ging. Friedensdekade zum Thema „Streit!“ ist beendet weiterlesen

Das neue Poesiealbum neu erscheint

Herbstausgabe 2018 des „Poesiealbum neu“ Zeitraum: 1. November 2017 bis 31. Mai 2018. 2018 jährt sich zum 50. Mal das für Deutschland so wichtige Jahr 1968, in dem Teile der nachgewachsenen Generation sowohl im Westen bzw. Westberlin als auch im Osten (hier mit dem empathischen Blick gen Prag) die nach 1945 schnell einsetzende Geschichtsklitterung oder…

über Gedichte zum Thema „Meine Generation“ — Blog – lyrikgesellschaft.de

Ins Grüne und ans Meer: Poesie trifft Komposition in Jesteburg

Pressemitteilung:

(c) Günther von der Kammer

Sonntag, 5. November 2017, 15 Uhr
Café Book, Kirchweg 3, 21266 Jesteburg


Die kalte Jahreszeit beginnt, doch vorher reisen SCHÖNFELD noch einmal ins Grüne und ans Meer: Mit Live-Instrumentalmusik für die Bassgitarre, Lyrik und Kurzgeschichten gestalten die Lyrikerin und der Musiker aus Hamburg ein Programm mit viel Bezug zur Natur. Beginnend mit einer Nacht im Garten geht es zum Lauf der Jahreszeiten, Vergehen und Entstehen, ins Grüne und in die Stille. Weiter führt die künstlerische Reise bis ans Meer. Töne und Worte malen Bilder mit kräftigen Farben. Ein Haiku-Kalender aus Kurzgedichten und Klangcollagen rundet die Performance ab.

Maren Schönfeld ist Autorin, Lektorin und Kulturjournalistin. Wolfgang CG Schönfeld ist Komponist, Musiker und Kunstmaler. Gemeinsam präsentieren sie in ihrer Reihe „Poesie trifft Komposition“ Programme zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Bücher und eine CD sind im Handel erhältlich.

Eintritt frei, Spende willkommen

www.schoenfeld-poesie-trifft-komposition.de

 

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten

7 Versionen eines Gedichts

Am Samstag um 19 Uhr spielen wir im Kunstforum der GEDOK, Koppel 66/Lange Reihe 75, ein Programm in Hanna Malzahns Ausstellung „Ansichtssache“. Ich habe zu Hannas Bildern neue Gedichte geschrieben. Hanna und ich haben jedoch unabhängig voneinander beide zum Thema Urbanität gearbeitet, sodass viele Texte aus meinem neuen Buch zu ihren Bildern passen.

Am Dienstag hatten Hanna und ich ein Werkstattgespräch, gaben Einblick in unsere Arbeit und beantworteten Fragen der Gäste. Jetzt freuen wir uns auf die morgige Veranstaltung, in der Wolfgang CG Schönfeld und ich wie gewohnt Texte mit Livemusik kombinieren.

Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.

Poesie trifft Komposition: Fassaden und Facetten
Kunstforum der GEDOK Hamburg, Koppel 66/Lange Reihe 75 (Bus Nr. 6 bis Gurlittstraße)
21.10.2017, 19 Uhr

Foto: Günther von der Kammer