Rezension „Wenn du Schmerzen hast, gehe langsam“

Karina Sturm ist eine geschätzte Kollegin, die ich im Rahmen meiner Recherche über mein Krankheitsbild und für mein Buch online kennengelernt habe. Auf ihrer Internetseite berichtet sie über chronisch Kranke, aus ihrem Leben mit der instabilen Halswirbelsäule und weiteren Krankheiten. Karina hat mir seinerzeit sehr weitergeholfen, als das Thema für mich neu war. Ich freue mich daher sehr über ihre Rezension meines Buches:

Rezension von Karina Sturm

Sehr gut finde ich, dass sie die neue EDS-Klassifizierung ergänzt und weiterführende Links hinzugefügt hat. Da es die nur auf Englisch gibt, hat Karina Beiträge auf Deutsch darüber geschrieben, die ich auch gern hier verlinke: EDS vom hypermobilen Typ

Ein paar Tage Wellness in Świnoujście (Swinemünde)

Das Wahrzeichen, die kleine weiße Windmühle

Eine herrliche Woche im West Baltic Resort in Swinemünde hat mir sehr gut getan! Direkt an der – barrierearmen – Promenade gelegen, fiel die Entscheidung schwer: einen Blick aufs Meer werfen oder lieber im Spa verschwinden?

Die Promenade wird gerade ausgebaut, es gibt jetzt schon Bohlenwege bis in den Strand hinein, sodass Menschen auch mit Rollator an den Strand können. Sehr viele Bänke alle paar Meter oben am Promenadenweg laden zu Pausen ein. Für mich waren die Bänke sehr willkommen, als ich mit Trekkingstöcken unterwegs war.

 

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Auf neuen Spuren

Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, haben nur einen begrenzten Aktionsradius. Es ist schwer, Termine wahrzunehmen, mehrere Stunden außer Haus zu sein, Wege zurückzulegen.

Das geht mir so. Das geht vielen Interessierten, die mein neues Buch „Wenn du Schmerzen hast, gehe langsam“ lesen möchten, ebenso. Aber auf Lesungen und Begegnungen verzichten? Nein, das möchte ich nicht.

Deshalb ist mein Projekt für 2019: Lernen, wie ich die Lesungen und auch ein Seminar (Austausch und befreiendes Schreiben) online machen kann. Damit wir alle gemütlich von zu Hause aus, mit dem niedrigsten möglichen Schmerzpegel, miteinander kommunizieren können.

Es wird Filme und Webinare geben. Wenn Ihr Wünsche habt, lasst es mich bitte wissen!

Es ist da! Wenn du Schmerzen hast …

… gehe langsam: Mein neues Buch, ein Herzensbuch, mein persönlichstes sicherlich und hundertprozentig autobiografisch.

Seit meinem 8. Lebensjahr habe ich chronische Schmerzen. Ich kam mit einer beidseitigen Hüftdysplasie und einseitiger Hüftluxation zur Welt und wurde für anderthalb Jahre eingegipst bzw. mit einer Spreizhose fixiert. Dadurch war es möglich, dass das Bein im Hüftgelenk verankert wurde ich und laufen lernte. Erst mit 43 Jahren erfuhr ich, dass ich zusätzlich eine Bindegewebskrankheit habe, das Hypermobilitätssyndrom. Kurz gesagt, können meine Bänder und Muskeln wegen der Bindegewebskrankheit die Defizite der Hüften, die es bis heute gibt, nicht ausgleichen. Auch die anderen Gelenken machen Probleme, weil die Bänder alle zu lax sind. Deshalb habe ich nahezu immer Schmerzen.

Mit fast 48 Jahren habe ich viele Erfahrungen, gute und schlechte, im Umgang mit meiner Krankheitssituation sammeln können. Diese möchte ich weitergeben und anderen helfen, ihre Schmerzsituation so gut wie möglich zu managen.

Vier Jahre habe ich an dem Buch geschrieben. Manchmal musste es liegen, musste ich Abstand gewinnen, konnte ich es nicht mehr sehen.  In anderen Phasen schrieb ich kontinuierlich und war im „Flow“. Kaum zu glauben, dass es jetzt erschienen ist!

Auf Facebook habe ich eine eigene Seite für das Buch eingerichtet, man kann dort auch Beiträge posten:
https://www.facebook.com/Wenn-du-Schmerzen-hast-gehe-langsam-2204661253147849/?ref=br_rs

 

Danach

Ihr Schritt ist Gleichmaß, rhythmisch knirscht der Schnee. Jedes Jahr verwandelt der Winter den See in eine endlose Ebene. Das Nordufer ist weit, auch wenn es nah scheint. Alles, was einem auf dem See begegnet, scheint nah und ist fern.

Seit einiger Zeit sieht sie eine Gestalt, die sich langsam nähert. Sie fasst die Gestalt ins Auge, weil es sonst nichts zu sehen gibt; zu hören nur die eigenen Schritte. Manchmal bleibt sie für einige Sekunden stehen. Ihr Atem steigt in kleinen Schwaden auf.

Der Weg nach Hause, obwohl es jetzt seltsam ist, es Zuhause zu nennen. Aber wie sonst? Ort, an dem sie wohnt? Haus, in dem sie lebt? Es ist verändert nach dem Aufteilen seiner Sachen. Schreibtisch und Schrank fehlen, der Schrank, in dem die Schallplatten standen. Der Schreibtisch, an dem er täglich arbeitete.
Auf dem Teppich die hellen Stellen.

Die Begegnung mit der sich nähernden Gestalt. Längst hat sie die Nachbarin erkannt. Ein kurzer Gruß und es gibt nichts mehr, an dem ihr Blick sich festhalten kann. Nur ein Flugzeug, das mit lautem Brummen den See überfliegt. Sie kann keine Flugzeuge leiden, jetzt nicht mehr. Die Phasen der Trauer, sie hat ein Buch darüber gelesen und alle durchlebt, nur beginnen sie immer wieder von vorn.

Ein Vogel kreuzt durch die Luft, kreischt und begleitet sie ein Stück. Er ist tröstlicher als die mitleidigen Gesichter ihrer Eltern mit Fragen, auf die sie keine Antwort weiß.
Das Nordufer mit seinen Häusern nimmt an Konturen zu. Sie spürt die Kälte kaum.

Das leere Haus. Sie öffnet alle Fenster und steht in der Zugluft, bevor sie alles wieder verschließt und die Heizung anstellt. Er hätte den kleinen Ofen angeheizt. Sie verzichtet darauf und kocht sich Tee. Es ist immer noch ihr Haus. Vier helle kleine Quadrate auf dem Teppich. Sein Schreibtisch ist jetzt bei seinen Eltern. Diese leere Stelle ist das Schlimmste, durchfährt es sie. Er hätte gelacht und ihr geraten, einfach etwas anderes dort hinzustellen.

Sie stellt die Teetasse ab und holt ein Schränkchen aus dem Gästezimmer. Zwei der hellen Quadrate sind nicht mehr zu sehen. Dann die große Pflanze aus dem Flur auf das dritte Quadrat. Das vierte dahinter wird vom Grün verdeckt. Nun sieht der Raum völlig anders aus.

Die Teetasse in beiden Händen, tritt sie ans Fenster. Die Bäume schneebedeckt. Dahinter der See im anbrechenden Abend.

(aus Maren Schönfeld: Leib & Lieb, MärchenFrauenMemoiren, elbaol verlag hamburg, 2009)

Eine lyrische Elbreise am 11.10. in Hamburg-Eimsbüttel

Um 16 Uhr im Chaussee-Café erwartet Sie und Euch Lyrik und Kurzprosa aus meinem aktuellen Buch „Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise“. Dazu gebe ich Einblicke in meine Inspiration und Arbeitsweise, erzähle aus den Hintergründen zur Entstehung des Buchs.

Die Buchvorstellung organisiert die Hamburger Autorenvereinigung.

Hier gibt es weitere Informationen: Veranstaltungsseite der Hamburger Autorenvereinigung

Literatur mal anders: #LitCampHH in der Katharinenkirche

Das erste LiteraturCamp in Hamburg wartet mit einer breiten Themenvielfalt, Kompetenz und beeindruckender Organisation auf. In 21 Sessions konnten die Teilnehmer am Samstag Themen rund ums Schreiben, Lesen und Vermarkten erleben. Eine Halbzeitbilanz.

Mit einem vorab durchgeplanten Seminar hat das Format Barcamp nur insoweit zu tun, als es noch besser organisiert ist. Denn die Organisatoren stehen vor der Aufgabe, vor Ort vorgeschlagene Themen und Referenten mit den Interessenten zusammenzubringen und möglichst alle Sessions (45-minütige Einheiten zu einem Thema) in den Tag zu planen. Da sie vorher nicht wissen, wie viele Interessierte sich als Vortragende und wie viele als Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden werden, ist Organisationstalent gefragt. Das hat das Orga-Team des LitCampHH, das in den Räumen der Katharinenkirche stattfindet, eindrucksvoll bewiesen: 21 Sessions wurden innerhalb von 15 Minuten in vier Räumen und fünf Zeitfenstern untergebracht. An einer Tafel und im Internet bzw. der App zum Camp konnten die Sessions jederzeit eingesehen werden.

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