Neuer Bereich „Kooperationen“

Liebe Leserinnen und Leser,

an einem Sommerabend in meiner neuen Wohnung in Stade, dem Sehnsuchts- und Schreibort auf Zeit der letzten zehn Jahre und der Ort, in dem ich aufgewachsen bin, sitze ich gerade auf dem Balkon und schreibe diese Zeilen. In einer privat bis zur Schmerzgrenze belastenden Zeit gab es in diesem turbulenten Jahr 2025 bislang kaum Zeit zum Schreiben oder um mich den literarischen Projekten zuzuwenden. Langsam ordnet sich mein Leben neu und ich finde wieder Worte.

Meine Website habe ich optisch leicht umgestaltet mit einer anderen Farbgebung und moderneren Schrift. Im Menü findet ihr die Bereiche „Poesie“ und „Sachbuch“ jetzt unter dem Oberbegriff „Bücher“. Unter diesem Begriff gibt es jetzt einen neuen Bereich „Kooperationen“, in dem ich euch Projekte vorstellen möchte, an denen ich mitgewirkt habe, die jedoch nicht von mir geschriebene Bücher beinhalten. Das erste Projekt ist eine „Perle der Literatur“, unten seht ihr den Link und habt schon die letzten beiden Blogbeiträge dazu gelesen.

Das Aufmachen eines neuen Bereichs hat sich insofern gelohnt, als das Buch über Hilda van Suylenburg nicht das einzige gemeinsame Projekt mit dem Input-Verlag bleiben wird…

Lasst euch überraschen!

Podcasts zur Perle Nr. 32

Im Studio
Foto: Ralf Plenz

„Frauen, die den Ruf vernommen – Hilda van Suylenburg“ von Cécile de Jong war eine Premiere für mich, denn ich lektorierte erstmals einen Text, dessen Autorin nicht mehr lebt. Statt, wie üblicherweise, meine Vorschläge mit der Autorin zu diskutieren, waren meine Entscheidungen direkte Veränderungen des Textes, der als Band Nr. 32 der Reihe „Perlen der Literatur“ neu erscheinen würde.

Der Büchermacher und Verleger Ralf Plenz lud mich zu einem Gespräch über die Arbeit an diesem Projekt ein. Daraus wurden drei Podcastfolgen. In der ersten lese ich Vor- und Nachwort komplett vor, in der zweiten und dritten Folge sprechen wir darüber, wie aus einer ersten Idee schließlich dieser neue Band wurde. Ich freue mich, wenn Ihr mal reinhört.

Cécile de Jong: Frauen, die den Ruf vernommen, Folge 1

Cécile de Jong: Frauen, die den Ruf vernommen, Folge 2

Cécile de Jong: Frauen, die den Ruf vernommen, Folge 3

Und hier möchte ich euch noch einige Bilder zeigen, auf denen ihr sehr schön die edle Aufmachung des Buches sehen könnt – und eine glückliche Lektorin und Schriftstellerin, die zum ersten Mal das Ergebnis ihres neuesten Projekts in den Händen hält.

Fotos: Ralf Plenz

Lektorat ohne Autorin: meine starke Freundin Hilda

Ein Lektorat lebt vom Austausch zwischen Lektorin und Autorin – die eine unterbreitet Vorschläge, die andere nimmt an oder lehnt ab, nicht selten diskutieren beide miteinander. Das gibt beiden Seiten Sicherheit und stärkt im besten Fall den Text. Jedenfalls habe ich es bislang mit meiner Kundschaft so erlebt. Zum ersten Mal hatte ich mit dem Buch „Frauen, die den Ruf vernommen …“ (Originaltitel: Hilda van Suylenburg) der niederländischen Schriftstellerin Cécile de Jong van Beek en Donk (1866-1944) einen Text vor mir, den ich ohne dieses Miteinander, ohne den konstruktiven Dialog, die manchmal harten Diskussionen bearbeiten sollte und durfte. Dafür hatte ich mir den ganzen Februar nahezu freigeräumt, um in Ruhe und Stille mit Cécile gewissermaßen in einen imaginären Austausch zu gehen, mit Pausen arbeiten zu können, vielleicht auch in weitere Texte aus ihrer Feder hineinzulesen und mich mit ihrem Leben zu beschäftigen.

Die Welt aus den Fugen

Dann stürzte mein Mann am 31. Januar und schlug hart mit dem Kopf auf den Bordstein. Der Anruf erreichte mich in Stade im Parkhaus. Ich musste erst mal zu meinem besten Freund fahren, um in die Lage zu kommen, nach Hamburg zu fahren. Er und seine Frau sorgten dafür, dass ich ein Brot aß und ein Glas Wasser trank, während ich mich durch die Intensivstation telefonierte. Dann fuhr ich nach Hamburg und dort brachte mich ein guter Freund ins Krankenhaus. Mein Mann war nicht ansprechbar, was sich in den nächsten Tagen langsam verbesserte.

Meine Welt war aus den Fugen, aber ich wollte unbedingt diesen Text lektorieren und mir war klar, dass mein Mann das auch wollte und selbst seine musikalische und malerische Arbeit immer unter jeden Umständen wahrgenommen hat. Wie oft hat mich Arbeit schon in schweren Lebensphasen gerettet, mir Struktur gegeben, mich innerlich aufgebaut, mich abgelenkt vom Grübeln. So lebte ich im Februar zwei Leben: Tagsüber kämpfte ich den jeden Morgen neu beginnenden Kampf mit Pflegegradeinstufung, Kurzzeitpflegeplatz, Informationsbeschaffung, Ungewissheiten und Grübeleien und versuchte, all das von meinem Mann fernzuhalten. Abends setzte ich mich mit einem großen Becher Tee in meinen Sessel und vertiefte mich in das Buch.

Schreib-Auszeit

Es wird ein wenig stiller im ersten Halbjahr 2025. Ich gehe in eine Auszeit ohne Lesungen, Buchvorstellungen und gemeinsame Aktionen in den Bereichen Podcast und Radio. Nach den wunderbaren letzten Jahren mit vielen spannenden Begegnungen, inspirierenden Lesungen, neuen Büchern, meinen Premieren als Podcast- und Radiosendung-Mitakteurin brauche ich nun einige Monate für das Schreiben, das Nachsinnen und um Ideen zu verwirklichen.

Freut euch auf ein neues Veranstaltungskonzept mit Piano und Engeln und ein weiteres mit Klarinette und Lyrik. Freut euch auf die Neuauflage des Lyrikbands „Töne, metallen, trägt der Fluss“ mit multimedialer Komponente. Freut euch mit mir an der schöpferischen Phase und deren Ergebnissen und vielleicht einigen Überraschungen…

Bis dahin könnt ihr auf den einzelnen Seiten meiner Homepage stöbern, lesen, sehen und hören; auch mit den Links zum Büchermacher-Podcast und zur Soundcloud der Schauspielerin Kornelia Kirwald.

Ich wünsche Euch ein gutes 2025 und uns allen Frieden auf der Welt und viel mehr Liebe!

Hörfunkpreis für Haiku-Beitrag

Ihr Lieben, unsere Radiosendung Kultur-Bistro mit Kornelia Kirwald bei Tide-Radio hat dazu geführt, dass Kornelia den Hörfunkpreis „Hörmöwe 2024“ gewonnen hat! 😍 Wir freuen uns sehr. Besonders schön ist für mich, dass der gemeinsame Band „Raumperspektiven“ mit meinem Haiku-Freund und Kollegen Gontran Peer aus Brixen daran Anteil hat, erschienen in diesem Jahr beim Verlag Expeditionen in Hamburg.

Hier könnt Ihr den Abschnitt aus der Sendung kostenlos hören:

Blog-Update Nr. 2

Vor wenigen Tagen wurde ich gefragt, warum ich schreibe. Warum ich schreibe?! Man hat mich schon sehr oft in den letzten dreißig Jahren gefragt, WAS ich schreibe – aber WARUM, das hat mich noch niemand gefragt. Anlass für mich, dieser Frage nach- und in meinem Leben zurückzugehen. Ich habe, gefühlt, schon immer geschrieben. Als erstes entstand in meiner Kindheit eine kleine Geschichte über einen geheimen Garten. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Noch früher dichtete ich mit meinem Großvater auf unseren Spaziergängen Verse, meine Familie gab mir immer Bücher. Damit kompensierte ich sicherlich auch, dass ich nicht gut laufen konnte und nicht schnell war. Mit den Beinen bin ich bis heute nicht schnell, mit dem Kopf dafür umso mehr.

Warum schreibe ich?

Weil ich nicht nicht schreiben kann. Was in mir entsteht, will aufs Papier. Tagebuch schreiben gehört zu meinen täglichen Ritualen. Gedichte formen sich in mir. Für Geschichten werde ich durch den Alltag inspiriert. Neue Bücher und Themen regen mich zu meiner journalistischen Arbeit an. Was noch zu meinem Schreiben und Leben gehört, findest du auf meiner neu gefassten biografischen Seite nebst Bildergalerie: https://schoenfeld.blog/ueber-mich/

Warum schreibst du?

Blog-Update Nr. 1

Frisch aktualisiert, findet Ihr auf den Seiten des Untermenüs Poesie die zuletzt erschienenen Haiku-Bände Raumperspektiven (zusammen mit Gontran Peer, Brixen) und …was schert es den Wind (zusammen mit Heinrich Korella, Hamburg).

Neu angelegt ist auch die Seite „Unwort: konkrete Poesie“, denn ich habe in diesem Jahr endlich mein seit Mitte der Neunzigerjahre laufendes Projekt der Unwortgrafiken als Taschenbuch herausgebracht. Es trägt den Titel WEICHE ZIELE und SOZIALKLIMBIM. Die jährlich von einer Jury festgelegten „Unwörter des Jahres“ habe ich als konkrete Poesie (Konstellation statt Vers) so bearbeitet, dass sie in jeder Variante neue Assoziationen wecken. Absurditäten sind kein Zufall und total beabsichtigt.

Außerdem findet Ihr jetzt bei allen Büchern aus den Bereichen Poesie und Sachbuch Links zum Buchshop des Portals www.autorenwelt.de. Bitte unterstützt den fairen Buchverkauf über dieses Portal, bei dem wir Autorinnen eine höhere Marge bekommen als im regulären Buchhandel, wenn Ihr Bücher im Internet bestellt.

Schreib einfach!

Kein Zufall, dass es einen Kurs gibt, der genauso heißt wie mein Buch. Denn in diesem Kurs geht es darum, ins Schreiben zu finden – spielerisch und einfach, ohne die „Schere im Kopf“. Das Buch entstand aus meinen Schreibimpulsen in meinen Kursen, nun kommt der Kurs zum Buch zurück. Geeignet für Neu-Schreibende, Auf-Formen-Neugierige, Mal-die-Blickrichtung-wechseln-Wollende, Neue-Inspiration-Suchende, In-einer-Schreibblockade-Festhängende. 🙂 Seid Ihr dabei?
Samstag, 09.11.24, 10:00 bis 16:45 Uhr
Kursgebühr: 37 €

Volkshochschule Stade, Wallstr. 17, 21682 Stade
(Hochparterre ohne Fahrstuhl, nicht barrierefrei)
Link zu weiteren Infos und Buchung: https://www.vhs-stade.de/programm/kultur-gestalten/kurs/Schreib-einfach-Der-leichte-Einstieg-ins-kreative-Schreiben/242-81341#inhalt

Zwei schöne Lesungen

Sulamith Sommerfeld, Maren Schönfeld, Thomas Dunse; Foto: Laura Dunse

Der Herbst ist nun da und mit dem Ende der Sommerpause gehen auch die Lesungen wieder los. Im Oktober freue ich mich auf die gemeinsame Lesung „Lyrik im Contor“ mit Sulamith Sommerfeld und Thomas Dunse am 25.10. in Stade mit demselben Programm wie schon im Februar. Auch dieser zweite Termin ist fast ausgebucht! Restkarten sind noch in der Buchhandlung Contor in Stade zu bekommen. Für Detailinfos schaut bitte auf meine Lesungs-Seite.

Der wunderschöne Ringbuch-Kalender der Hamburger Autorenvereinigung ist nun erschienen. Ich bin begeistert über das Format mit großzügigem Schreibplatz und mit vielen Geschichten und Gedichten der Kolleginnen und Kollegen aus der HAV. Am 29.10. werden wir daraus vorlesen und freuen uns auf zahlreiche Gäste. Den Kalender kann man sogar käuflich erwerben, jedoch nicht im Buchhandel, sondern ausschließlich direkt bei der HAV.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen bei einer der Lesungen!

Im Kultur-Bistro auf Tide-Radio

Vor genau 28 Tagen war ich auf Einladung der Schauspielerin Kornelia Kirwald mit ihr im Tide-Studio, um ein Interview mit Lesung aus meinen Büchern aufzunehmen. Meine erste Radiosendung! Ich war mächtig aufgeregt, habe aber bald im Gespräch mit der sympathischen und souveränen Kornelia, die nebenbei noch die ganze Technik bediente, die Aufregung vergessen und mich ganz in das schöne Gespräch fallen gelassen.

Heute, am 30. September, wird die Sendung zum ersten Mal ausgestrahlt! Ihr findet sie auf der Frequenz 96.0 (am besten über DAB) oder im Stream auf der Tide-Website. Die Sendung heißt „Kultur-Bistro“ und geht von 18 bis 19 Uhr. Der zweite Sendetermin ist der 06.10.2024 um 18 Uhr. Die Sendung ist außerdem noch einige Tage danach im Stream auf derselben Website zu finden.

Euch erwartet eine Stunde, in der ihr Hintergründe meines Schreibens erfahrt, z. B. wie Poesie und Journalismus zusammenpassen. Ich lese einige meiner Gedichte. Kornelias Fragen haben mich zu einer Reflexion meines Schreiblebens angeregt. Mit entspannter Musik des Tingvall Trios hat Kornelia aus unserem Gespräch eine tolle Sendung gemacht.

Impressionen von unserem Aufnahmetag: