Die Engel sind los!

Endlich ist es da, mein zehntes Buch: Mit den „Engelschatten“ liegt nun mein Gedichtband mit Poemen aus den Jahren 2014 bis 2021 vor. Es macht mich sehr glücklich, dass diese Gedichte gerade in diesen schweren Zeiten in die Welt kommen.

Das Engel-Bild ist beeinflusst von Rilkes Duineser Elegien. Ist es selbstverständlich, dass es Engel gibt? Wie gehen wir Menschen mit den Engeln um?

Schaut doch mal auf die neue Seite für das Buch hier im Blog:

https://schoenfeld.blog/eine-seite/engelschatten/

Buchbox „Schreib einfach!“

Maren Schönfeld ist Autorin, Journalistin und Lektorin. Seit 2003 unterstützt sie als Schreibcoach (angehende) Autoren und bringt auch Menschen zum Schreiben, die es sich nicht zugetraut hätten. Sie lehrt Schreibhandwerk und begleitet längere Projekte. Ihr spielerischer und niedrigschwelliger Ansatz nimmt Hemmungen und weckt Freude am kreativen und literarischen Schreiben. Dieser Ansatz löst auch Schreibblockaden bei erfahrenen Autoren. Maren Schönfeld schreibt seit 1990 und hat Lyrik, Erzählungen, Sachbücher und Artikel veröffentlicht. 2017 wurden ihre Gedichte mit dem Lyrikpreis der Hamburger Autorenvereinigung ausgezeichnet. (Klappentext Verlag Expeditionen)

Buchbox 3: „Schreib einfach!“

Die Box enthält neben dem Buch einen Bleistift und ein Notizheft, zwei Poesie-Postkarten aus meiner Edition, ein handgezeichnetes Lesezeichen, Tee und Schokolade (Abb. sind Beispiele, Aussehen kann abweichen).

Die Box kostet € 20 zzgl. Versand und kann bei mir direkt bestellt werden. Gern signiere ich das Buch.

Verheddert in der Weltwahrnehmung*

Die Schweizer Lyrikerin Ruth Loosli hat mit „Mojas Stimmen“ ihren ersten Roman vorgelegt, der mit ausgefeilter Erzählkunst, dichter Atmosphäre und geschliffener Sprache beeindruckt.

Ruth Loosli
(Foto: Anne Bürgisser)

Hauptpersonen der Erzählung sind Paula und ihre fünfundzwanzigjährige Tochter Moja, die durch eine psychische Erkrankung buchstäblich aus dem geregelten Leben mit eigener Wohnung und Arbeitsplatz fällt. Vor Paulas Augen verschwindet Moja in eine für die Mutter unerreichbare und unverständliche Welt, in der Moja Stimmen hört, die ihr diktieren, was sie tun soll. Unermüdlich sucht Paula Wege zu ihrem Kind und muss sich doch abgrenzen, ist zwischen Wut und Verzweiflung hin- und hergerissen, will alles regeln und ordnen und muss erleben, dass sich diese Situation nicht ordnen lässt.

Das Thema ist in einer Zeit, in der viele junge Menschen Depressionen und andere psychische Krankheiten entwickeln, hochaktuell. Das Phänomen, dass vor allem junge Männer keinen Drang mehr verspüren, das elterliche Zuhause zu verlassen und selbstständig zu werden, lässt die betroffene Elterngeneration vielfach ratlos zurück. Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass junge Erwachsene ihr Elternhaus im Schnitt mit 23,7 Jahren verlassen, was im europäischen Vergleich noch früh ist. In Kroatien verlassen die Kinder dagegen erst mit fast 32 Jahren ihr Elternhaus.[i]

Auch Paula überlegt, ihre erkrankte Tochter wieder zu sich zu nehmen, aber sie erkennt, dass das nicht möglich ist, dass sie sich dann nicht mehr würde schützen können. Ohnehin fühlt sie sich der Situation hilflos ausgeliefert, und ihre zupackende, organisierende Art hilft ihr in diesem Fall nicht – eher im Gegenteil. Sofort ist Moja verprellt und „macht dicht“, sobald ihre Mutter tatkräftig die Probleme angehen will, mit ungeöffneter Post kommt und fragt, wann Rechnungen bezahlt werden. Es ist ein ständiger Balanceakt aus dem Versuch, Nähe herzustellen, und dem immer wieder geschehenden Bruch, wenn Moja plötzlich fortgeht. Beim Lesen bangt man schon vor jedem Treffen, dass es wieder passiert.

Das beste Buch für guten Stil

(c) Veronika Gruhl/Knesebeck Verlag

Wie viele Kleidungsstücke hängen aus alter Tradition in Ihrem Kleiderschrank? Gehören Sie auch zu den Leuten, die zwanzig Prozent ihrer Kleidung regelmäßig tragen, während der Rest so gut wie nie ans Tageslicht kommt? Die Verfasserin dieser Zeilen pflegt zweimal jährlich – nämlich zum Saisonwechsel – sinnierend vor ihrem Klamottenuniversum zu stehen und darüber nachzudenken, welche Teile aus dem Fach ganz oben nach unten in Greifnähe wandern und umgekehrt. Und vor allem, welche rausfliegen. Denn die Umsortierung nach Saison bietet sich dafür an. Allerdings sind die Gründe, warum ein Kleidungsstück mich verlassen oder eben nicht verlassen soll, höchst subjektiv. Nach einer Greenpeace-Studie kaufen wir rein statistisch gesehen jedes Jahr 60 Kleidungsstücke. Was passiert mit den anderen 600 aus den letzten zehn Jahren? Tatsächlich ist Fast Fashion für die Umwelt, aber auch für Menschen, die die Mode produzieren, ein großes Problem. Ob wir nun 60 oder 30 oder 100 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen, es stellt sich die Frage: Braucht man das? Was braucht man wirklich, um gut angezogen zu sein? Habe ich mich früher gern experimentierend in verschiedene Fummel gewandet, hat sich im Lauf der Zeit meine Vorliebe eher hin zu schlichteren, kombinierbaren Stücken entwickelt. Was machen dann die alten Wallawallakleider im Schrank? Ziehe ich die noch mal an? (Weiter auf S. 2!)

Haiku oder Langgedicht?

Ich freue mich auf den Abend mit Nikola Anne Mehlhorn und werde ein laanges Gedicht, dazu einige Haiku sowie einen Abschnitt meines aktuellen Sachbuchs „Schreib einfach! Impulse für kreatives und autobiografisches Schreiben und für Gedichte“, erschienen im Verlag Expeditionen, lesen.

Das Foto von mir hat Ele Runge gemacht.

#dichterin #autorin #lyrik #schreibcoaching #haiku #vshamburg