Neunuhrsieben in der Fabrik der Künste

Der gestrige Abend hat uns schier umgehauen: Vor etwa vierzig (!) Gästen präsentierten ein Hamburger Lyriker, Wolfgang CG Schönfeld und ich unser lyrisch-musikalisches Programm in der hinreißend schönen Fabrik der Künste. Die begeisterten Reaktionen haben uns sehr berührt und beweisen vor allem eines: Lyrik ist alles andere als tot! Es wurden insgesamt ungefähr 40 Gedichte gelesen, wunderbar durchwirkt von Wolfgangs Kompositionen. Es war für einige Gäste die erste Lyrik-Lesung ihres Lebens und sie waren positiv überrascht.

Wie eine dritte Dimension wirkten die Exponate der aktuellen Ausstellung „Zwischen Traum und Wirklichkeit“.  Peter Pauls Farblithografien und die eisernen Geistgeschöpfe des Künstlers Roberto Spandoni verleihen den großzügigen Räumen der Fabrik der Künste eine einzigartige Atmosphäre melancholischer Spannung. Es sind Exponate, zu denen ich auch schreiben könnte – gestern kam Geschriebenes mit ihnen zusammen.

Auch wenn einige Gäste dachten, dass  die Texte eigens für den Abend geschrieben worden wären – nein, wir haben kein einziges Gedicht für den Abend geschrieben, wir haben noch nie zusammen an Gedichten gearbeitet. Unsere lyrische Verwandtschaft ist offensichtlich, wir brauchten die Gedichte nur auszusuchen und nebeneinander zu stellen.

Es war das erste, aber ganz sicher nicht das letzte Mal, dass wir die Performance „Neunuhrsieben“ aufgeführt haben.

Vielen Dank an die www.fabrikderkuenste.de, Horst Werner und den Studenten Robert, die uns so zugewandt, hilfsbereit und fachkundig begleitet haben, und der Hamburger Autorenvereinigung für die Möglichkeit, dort zu spielen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. November zu sehen – gehen Sie hin, es ist wunderbar!

Bilder: Birgit Meyer

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